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„Rosenau - ohne Kulturprogramm?“Allein von Maultaschen wird der Mensch nicht satt!Newsletter „Rosenau – in eigener Sache“Chronologie der Ereignisse - upgedatet am 05.05.2010Im September 2002 übergibt Johannes Zeller, der die Bühne 1992 gegründet hatte, die „Rosenau – Die Lokalität“ an die Neue Arbeit Dienstleistungsagentur GmbH. Die „Rosenau“ ist demnach ein Projekt dieser gewerblichen Tochter der Neue Arbeit gGmbH. Michael Drauz ist seit dem für den Kulturbereich künstlerisch und organisatorisch verantwortlich. Wenn seit 2002 auch die Räumlichkeiten und die Einrichtung nicht verändert wurden, waren dennoch beträchtliche Investitionen im Bereich Ausstattung, Haus- und Bühnentechnik notwendig. Das Profil des Kulturprogramms wurde ebenso verändert wie das Speisenangebot; die Gäste- und Publikumszahlen waren in den letzten zwei Jahren deutlich zurück gegangen. Hier galt es für „die schönste Bühne der Stadt“, wieder Boden gut zu machen. Mit jährlich ca. 140 Kulturveranstaltungen und ca. 16.000 Besuchern (Stand 2008) hatte sich die „Rosenau“ schon bald wieder im Konzert der Stuttgarter Bühnen zurück gemeldet und inzwischen als eine der wichtigsten Kabarett- und Kleinkunstbühnen etabliert.Das Kulturprogramm der „Rosenau“ wird von der Stadt Stuttgart finanziell nicht gefördert, hat auch in der Vergangenheit nie eine finanzielle Unterstützung erhalten! Die Kapazität des Veranstaltungssaal ist auf 130 Plätze beschränkt, so dass trotz einer Auslastung von über 80% in den letzten Jahren (über 50% der Ausgaben werden selbst erwirtschaftet) die „Rosenau“ nicht kostendeckend betrieben werden kann. Aufgrund des programmatischen Konzepts und der räumlichen Gegebenheiten sind aus unternehmerischer Sicht hier auch die Grenzen bereits ausgelotet. Für das im Kulturbereich jährlich entstandene Defizit ist in den letzten Jahren die Trägergesellschaft Neue Arbeit Dienstleistungsagentur GmbH aufgekommen und hat mit mehreren Tausend Euro ausgeglichen. Seit Anfang 2009 aber stehen diese Finanzmittel in diesem Maße nicht mehr zur Verfügung. Der Geschäftsführer der Trägergesellschaft, Herr Marc Hentschke hat dann im November 2008 auf Bitte von Herrn Jürgen Sauer (kulturpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion) sein finanzielles Engagement noch einmal verlängert, so dass der Kulturbetrieb der „Rosenau“ übergangsweise bis wenigstens Juni 2009 gesichert ist. Ab Herbst 2009 allerdings fällt eine Finanzierung durch die Neue Arbeit Dienstleistungsagentur GmbH endgültig und gänzlich weg. Da bereits im Januar 2008 die „Rosenau“ von der Trägergesellschaft ein entsprechendes Signal erhalten hatte und alle alternativen Finanzierungsmöglichkeiten (Sponsoren, Stiftungen, Landesmittel) abgefragt wurden, wurde noch im Januar 2008 die Kulturverwaltung der Stadt Stuttgart von dieser „Notfall-Situation“ unterrichtet. Im Frühjahr 2008 gab es dann Gespräche mit der Kulturbürgermeisterin Dr. Susanne Eisenmann und dem damaligen Kulturamtsleiter Dr. Wolfgang Ostberg sowie den kulturpolitischen Sprechern der Fraktionen, was in einem Antrag der „Rosenau“ mündete, der seit September 2008 der Kulturverwaltung der Stadt vorliegt. Beantragt wurde dabei ein „Notfall-Geld“ aus Haushaltsresten für den Spielbetrieb für das Jahr 2009 und im Besonderen eine institutionelle Förderung über 145.000,- Euro ab dem Jahr 2010. Ohne eine solche fortlaufende, die Betriebskosten des Kulturbetriebs deckende Förderung kann die „Rosenau“ als Kulturbetrieb nicht weiter existieren! Auf das Anliegen und den Antrag der „Rosenau“ gab es seitens der kulturpolitischen Vertreter und der Verwaltung kaum eine Reaktion, im Kulturausschuss wurde der von den sachkundigen Bürgern vorgebrachte Antrag von Frau Dr. Eisenmann „weggewischt“. Da auch die Neue Arbeit Dienstleistungsagentur GmbH als Trägergesellschaft keine positiven Zeichen erhalten hatte, musste im Oktober 2008 davon ausgegangen werden, dass der Kulturbetrieb der „Rosenau“ zu Ende des Jahres 2008 eingestellt werden wird. Erst das Gespräch mit den kulturpolitischen Sprechern der CDU, SPD, DIE GRÜNE und FDP am 28. November 2008 ergab eine Wende und neue Perspektive. Auf Nachfrage von Herrn Sauer (CDU) hat die Trägergesellschaft ihr finanzielles Engagement übergangsweise noch einmal verlängert, so dass der Kulturbetrieb der „Rosenau“ bis einschließlich Juni 2009 gesichert werden konnte. Am 4. März 2009 wurde der Verein „Rosenau Kultur e.V.“ gegründet und zwischenzeitlich beim Amtsgericht Stuttgart unter VR 720562 ins Vereinsregister eingetragen. Damit ist die Voraussetzung erfüllt, dass die „Rosenau Kultur e.V.“ als Kultureinrichtung gefördert werden kann, der gastronomische ist vom kulturellen Betrieb gänzlich getrennt. Die Frage der Zukunft der „Rosenau“ wurde seither durch verschiedene Zeitungsartikel und SWR-Beiträge immer mehr zum öffentlichen Thema. Dabei wurde allein durch die Anfragen und Rückmeldungen, die uns im Haus erreicht haben, deutlich, dass sich eine Vielzahl von Menschen unterschiedlichster Couleur (sowohl Gäste jeden Alters, als auch Künstler aus der ganzen Republik) für den Erhalt der Bühne einsetzen und engagieren werden. Die verschiedenen Beiträge sind hierzu unter www.rosenau-stuttgart.de/Rettet-die-Rosenau nachzulesen. Entscheiden werden über die Existenz und den Fortbestand der „Rosenau“ als Kulturinstitution letztlich allein die politischen Vertreter der Bürgerinnen und Bürger, der Gemeinderat. Inzwischen konnten hierfür einige Unterstützer und Förderer gewonnen werden, die sich klar für den Erhalt der „Rosenau“ als Kulturbühne ausgesprochen haben:
Noch vor den Kommunalwahlen hat am 04. Juni 2009 die SPD-Gemeinderatsfraktion einen Antrag an die Verwaltung der Stadt Stuttgart mit folgendem Wortlaut gestellt: „Wir beantragen: Die Verwaltung legt rechtzeitig vor den Haushaltsberatungen 2010/2011 ihre Empfehlungen für eine finanzielle Förderung der "Rosenau - Die Lokalität" vor. Begründung: Nun kann auch aus Äußerungen der CDU-Fraktion entnommen werden, dass ihr der Erhalt der Rosenau ebenso wichtig ist. Dies lässt auf entsprechende Mehrheiten im kommenden Haushalt hoffen. Die formale Voraussetzung für eine Förderung - die Gründung eines Vereins - wurde inzwischen erfüllt. Neben der zweifelsohne wichtigen Bedeutung für den Stadtteil, ist die Rosenau stadtweit vernetzt (...). Auch die Alleinstellungsmerkmale, wie z.B. der Trainingsplatz für junge Künstler als Nachwuchsförderung oder Poetry-Slam, sprechen für einen Erhalt der Rosenau.“ Am 7. Juni 2009 wurde in Stuttgart ein neuer Gemeinderat gewählt. Die erste konstituierende Sitzung fand am 29. Juli 2009 statt. Die Sitzverteilung sieht demnach wie folgt aus: Stärkste Fraktion im neuen Gemeinderat der Landeshauptstadt Stuttgart sind die GRÜNEN mit 16 Sitzen, gefolgt von der CDU mit 15 Sitzen und der SPD mit 10 Sitzen. Die FDP hat 7 Sitze und die Freien Wähler haben 6 Mandate. SÖS konnte 3 Sitze im neuen Gemeinderat erlangen und die LINKE 2 Sitze. Die Republikaner sind mit einem Mandat vertreten. Am 30. Juli 2009 beantwortete der Oberbürgermeister/die Kulturverwaltung den Antrag der SPD-Gemeinderatsfraktion mit seiner Stellungnahme GZ: OB 7912-01. Darin wurden aus unserer Sicht wiederholt die Situation, Tatsachen und Sachlage der „Rosenau“ nicht richtig dargestellt, so dass wir am 18. September 2009 eine Gegendarstellung verschickten, die als Kopie auch den Fraktionen des Stuttgarter Gemeinderats, der Kulturverwaltung der Stadt Stuttgart und Vertretern der Presse zuging. Als wegweisend und vorentscheidend für die Zukunft der „Rosenau Kultur e.V.“ wurde die öffentliche Sitzung des Ausschuss für Kultur und Medien am 6. Oktober 2009 eingeschätzt, der über eine Förderung der „Rosenau“ hätte beraten und eine Stellungsnahme, ggfs. Empfehlung an den Gemeinderat aussprechen sollen. Im Mittelpunkt dieser Sitzung stand jedoch der Tagesordnungspunkt 5, „Mitteilungsvorlagen zum Haushaltsplan 2010/2011“. Die Kulturbürgermeisterin Frau Dr. Susanne Eisenmann erläuterte die von der Verwaltung vorgeschlagenen Kürzungen, für den Kulturbereich insgesamt 5 Millionen Euro pro Jahr. Die Vertreter der Fraktionen konnten und wollten vor der ersten Sitzung des Gemeinderats zum Haushalt 20/2011 dazu nichts sagen, den sachkundigen BürgerInnen des Ausschusses fehlten detaillierte Informationen, so daß der Ausschuss sich daraufhin verabredete, die Anträge und Mitteilungsvorlagen „wohlwollend“ zur Kenntnis zu nehmen, nur selten wurde diese kommentiert. Der Antrag auf Förderung des „Rosenau Kultur e.V.“ wurde unter Punkt 19 kurz behandelt, und zwar auf Grundlage der Mitteilungsvorlage GRDrs 529/2009. Diese Mitteilungsvorlage entspricht Wort für Wort der Stellungnahme GZ: OB 7912-01 vom 30. Juli 2009, d.h. die Bitte um Richtigstellung und Hinweise in der Gegendarstellung der „Rosenau“ wurden von der Kulturverwaltung in keinster Weise berücksichtigt. Es bleibt zu hoffen, daß die kulturpolitischen Sprecher, Gemeinderäte und Fraktionen sich ein eigenes Bild zum Antrag des „Rosenau Kultur e.V.“ machen und nicht der „verkürzten“ Vorlage der Kulturverwaltung folgen. Ab dem 8. Oktober wird im Stuttgarter Gemeinderat der Haushalt 2010/2011 beraten und am 18. Dezember in der 3. Lesung letztlich verabschiedet. Wenn es dabei zu einer Abstimmung des Antrags des „Rosenau Kultur e.V.“ über eine Förderung kommt, sollten - aufgrund der Statements und Solidaritätsbekundungen der Stadträte sowie der Zusage der DIE GRÜNEN innerhalb deren Wahlprogramms - von den insgesamt 60 Stadträten im Gemeinderat 32 für die „Rosenau“ stimmen. Für das weitere Bestehen der „Rosenau“ ist zudem entscheidend, in welcher Höhe der Kulturbetrieb vom Gemeinderat gefördert wird. Notwendig und beantragt für den Jahresbetrieb sind Euro 145.000,- . Auch wenn über den Kultur-Verein eventuell noch zusätzliche Mittel aktiviert werden können ... mit wesentlich weniger als zwei Drittel der beantragten Summe sind die für die „Rosenau“ charakteristischen und spezifischen Programme nicht durchzuführen. Dann hieße es „zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig!“ Kurz vor Weihnachten, am 18. Dezember hat der Stuttgarter Gemeinderat in der 3. Lesung den Doppelhaushalt 2010/2011 beschlossen und dabei u.a. über den Förderantrag des Rosenau Kultur e.V. entschieden ... zu Weihnachten keine wirklich „frohe Botschaft!“ Zunächst soll an dieser Stelle in ein paar Sätzen noch mal rückblickend zusammen gefasst werden: Seit 2002 betreibt die Neue Arbeit Dienstleistungsagentur GmbH die Rosenau und hat den Kulturbetrieb in den letzten sieben Jahren mit jährlich ca. 140 000 Euro gesponsert. Bereits Ende 2008 war absehbar, dass die GmbH (unter deren Dach insgesamt drei Projekte zusammen gefasst sind) dies finanziell nicht länger leisten kann, worauf erste Gespräche mit der Kulturverwaltung und den kulturpolitischen Sprechern geführt wurden, die in einem Antrag auf Förderung durch die Stadt Stuttgart mündeten. Die Rosenau hatte bis dahin nie eine Förderung durch die Stadt erhalten, so dass es für die Öffentlichkeit, Presse und Politik zunächst nicht nachvollziehbar und überraschend war, warum die Rosenau so plötzlich um ihre Existenz bangen musste: „Warum kann das nicht so weiter gehen? ... ging doch die letzten Jahre auch?“ Daher war es zunächst notwendig, offen und differenziert die bisherige Struktur und Finanzierung darzulegen und gemeinsam mit der Kulturverwaltung und den kulturpolitischen Sprechern für die Zeit nach dem Ausstieg der Neue Arbeit DLA GmbH eine Zukunftsperspektive für die Rosenau als Kulturbühne zu entwickeln. So wurde im April 2009 der Rosenau Kultur e.V. als Träger des Kulturbetriebs gegründet und mit dem Aufruf „Rettet-die-Rosenau“ eine breite Öffentlichkeit für unser Anliegen geschaffen. Angesichts der Finanzkrise und der damit einhergehenden finanziellen Situation der Stadt Stuttgart, wurde sehr schnell deutlich, dass mit den ursprünglich beantragten Mitteln in Höhe von 145 000 Euro, um den Spielbetrieb wie in den letzten Jahren aufrechtzuerhalten, nicht zu rechnen ist. Schon allein gegenüber den anderen Kultureinrichtungen der Stadt, die z.T. drastisch gekürzt werden sollten, waren 145 000 Euro nicht haltbar. Anfang Oktober 2009 dann wurde uns in Gesprächen mit den kulturpolitischen Sprechern in Aussicht gestellt, dass der Rosenau Kultur e.V. für 2010 und 2011 eine Förderung durch die Stadt Stuttgart in Höhe von Euro 70 000 p.a. erhalten würde. Über die Parteigrenzen hinweg hatten sich die Fraktionen der GRÜNEN, CDU, SPD, SÖS/DIE LINKE, sowie einzelne Gemeinderatsmitglieder der FDP für den Erhalt der Rosenau als Kulturbühne ausgesprochen – ein deutliche Mehrheit und ein klares Votum für die Sache: Den Erhalt der Rosenau als Kulturbühne. Trotz der finanziell äußerst schwierigen Situation der Stadt hatte man sich überparteilich dazu entschlossen, die Rosenau neu in die Förderung durch die Stadt aufzunehmen und mit einem Betrag auszustatten, mit dem die Rosenau ihr Konzept und ihre Programmatik erfolgreich weiterführen, ihre Arbeit fortsetzen könnte: Als junge Kabarett- und Comedybühne für ein schwerpunktmäßig junges Publikum, als Nachwuchs- und „Entdecker“-Bühne neuer, aktueller Programme ... als „jüngste Bühne“ der Stadt! Der Betrag von 70 000 Euro wurde dem Verein über die kulturpolitischen Sprechern nicht nur mitgeteilt, sondern in der Weise Rücksprache gehalten, wie weit und inwiefern uns der Betrag auch wirklich hilft, das Programm der Rosenau aufrechtzuerhalten. Auf der Grundlage von 70 000 Euro konnte für den Rosenau Kultur e.V. ein realistischer Haushalt für das Jahr 2010 aufgestellt werden: Weiterhin positiv entwickelnde Eintrittseinnahmen vorausgesetzt und davon ausgehend, dass wir für den Verein noch weitere Fördermitglieder und Sponsoren gewinnen können, sowie eine leichte Reduzierung bei der Anzahl der Veranstaltungen in Kauf nehmend, hätten wir mit diesem Zuschussvolumen den Spielbetrieb ganzjährig aufrecht erhalten können. Von den Fraktionen der Die GRÜNE, SPD und CDU wurden demnach in der 1. und 2. Lesung des Haushalts ein Antrag über 70 000 Euro gestellt, womit wir dankbar und hoffnungsfroh in die Zukunft blicken konnten. Das war der Stand nach der 2. Lesung bis zwei Tage vor dem 18. Dezember, dem „Tag der Entscheidung“: dem Tag der 3. Lesung und Verabschiedung des Doppelhaushalt 2010/2011 der Stadt Stuttgart. Nach der 2. Lesung wurde jedoch deutlich, dass der bis dahin von den Fraktionen aufgestellte Doppelhaushalt 2010/2011 wegen einer zu hohen Neuverschuldung der Stadt so vom Regierungspräsidium nicht genehmigt werden würde. Um in der 3. Lesung am 18. Dezember einen genehmigungsfähigen Doppelhaushalt verabschieden zu können, haben DIE GRÜNE und die SPD im Alleingang zusätzliche Kürzungsanträge eingebracht, von denen auch der Rosenau Kultur e.V. betroffen ist. Laut Gemeinderatsbeschluss vom 18. Dezember 2009 soll der Rosenau Kultur e.V. ab dem 01.01.2010 p.a. nun 35.000 Euro bekommen, was nicht einmal einem Viertel der ursprünglich beantragten und für einen Jahresbetrieb benötigten Summe entspricht. Das ist zum Sterben (ein bisschen) zu viel, zum Leben (viel) zu wenig! Wie der Betrag von 35.000 Euro, also die Hälfte der in Aussicht gestellten Mittel, zustande kam, ist nicht wirklich nachvollziehbar, zumal im Vorfeld die Fraktionen der SPD und DIE GRÜNEN über die finanzielle Situation und Finanzierungsmöglichkeiten der Rosenau hinlänglich informiert waren. Unterm Strich und als Ergebnis bleibt festzustellen, dass die „Mehrheit für die Sache“ – der Erhalt einer funktionierenden, erfolgreichen und im Stuttgarter Kulturleben etablierten Bühne - quasi „über Nacht“ verloren ging. Die Chance, für die Rosenau als Kulturbühne endlich eine vernünftige und nachhaltige Lösung zu finden, wurde vergeben. Also gerettet? Nicht wirklich. Was bleibt? Wie geht es weiter? Die bereits geplanten Kulturveranstaltungen werden wie angekündigt bis April 2010 durchgeführt – mit einem Viertel des Betrags können wir ungefähr ein Viertel der Spielzeit finanzieren. Für das Jahr 2011 stehen uns dann wieder 35.000 Euro zur Verfügung, so dass das Kulturprogramm – wenn wir bis dahin nicht deutlich höhere Einnahmen und Zuwendungen realisieren können - ähnlich reduziert stattfinden muss. Aber bis dahin ist es ja noch eine ganze Weile hin und ... die Hoffnung stirbt zuletzt! Das „Stadtteilkino West“ in Zusammenarbeit mit dem Stadtteilkino e.V. und der Jusos AG West müssen wir Ende Februar einstellen. Wir würden diese Film-Abende am Sonntag sehr gerne fortsetzen. Solange wir hierfür aber keine solide und dauerhafte Finanzierung haben, müssen wir mit dieser Reihe zumindest aussetzen. Dank einer großzügigen Spende eines Mäzens und der solidarischen Unterstützung einzelner Künstler können wir im Mai und Juni weitere Veranstaltungen in der Rosenau durchführen. Dem Rosenau e.V. fehlen zu einem Jahresvollbetrieb für das Jahr 2010 insgesamt 110.000 Euro! Wie angekündigt, erscheint im Mai der Folder „Vorhang auf ... Ziehen Sie mit!“, mit dem wir Gönner, Spender und Fördermitglieder für den Kulturverein gewinnen wollen. Mit der Aktion 1000 mit 70“ werben wir um 1000 Mitglieder mit jeweils 70 Euro Jahresbeitrag. Ein ehrgeiziges Ziel? Jeder Euro, der in die Vereinskasse fließt, ermöglicht es uns im Herbst weitere Kulturprogramme zu veranstalten. Und nicht zuletzt hoffe ich auf den „Stuttgarter Kulturdialog“. Die Mitglieder des Gemeinderats, die sachkundigen Bürger des Kulturausschusses, die Kulturverwaltung und die Vertreter der Kultureinrichtungen bemühen sich gemeinsam um Leitlinien für eine Kulturkonzeption: als Grundlage für eine nachhaltige, qualitativ anspruchsvolle Kulturpolitik für Stuttgart. Letztlich entscheiden dann die im Gemeinderat vertretenen Politiker, wobei ich hoffe, daß die oben erwähnten Gemeinderatsfraktionen uns weiterhin unterstützen und – wie bereits im Herbst 2009 „in Aussicht gestellt“ – mit einem eindeutigen Votum für die Arbeit der Rosenau plädieren. Das hieße sich dafür einzusetzen und durchzusetzen, dass ab dem Jahr 2011 der Rosenau Kultur e.V. seitens der Landeshauptstadt Stuttgart mit einer für die Durchführung des Kulturprogramms realistischen Summe gefördert wird. Statements von KünstlernStatements von Publikum + GästenStatements von Veranstaltern + KünstleragenturenUnterstützung durch KulturinstitutionenBerichterstattung in der PresseBerichterstattung im Radio
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