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Rotebühlstrasse 109 b
70178 Stuttgart (West)
Kartentelefon
(0711) 661 90 44
info@rosenau-stuttgart.de

Matthias Egersdörfer & Fast zu Fürth
mit „Bitte ruf mich nie wieder an.“
Rotebühlstrasse 109 b, 70178 Stuttgart (West)
AK 27,00 € / AK ermäßigt 23,00 € inkl. Gebühren
Abonnement VVK 90,00 € / VVK ermäßigt 70,00 €
Das kann schon einmal passieren, dass Du angerufen wirst von dieser Person. Selbst ist man unvorsichtig und nimmt den Anruf an. Du plauderst vorsichtig so, als würdest Du zwölf langstielige Champagnergläser servieren, während man über drei schlafende Schäferhunde läuft. Danach behauptet dieser Mensch, man hätte Dinge gesagt, die man, weiß Gott, niemals nicht einmal im Traum erwogen hat. Jetzt kannst Du sofort den Anwalt einschalten oder ein Küchenbüffet aus dem Fenster stoßen. Im Fall von Fast zu Fürth erschallt ein Notruf, den nur die Befugten zu hören vermögen. Kurz darauf treffen sich diese vier Männer und erschaffen ein Lied, das der Kümmernis eine Melodie verleiht und es fertig bringt, das schlimme Herzeleid in Worte zu fassen. Tilo Heider klopft dazu mit seinen Trommeln ein luftiges Fundament, auf dem das swingende Menuett erbaut wird.
Lothar Gröschel zieht und zerrt dazu sein Akkordeon in inwendig brodelnder Gelassenheit. Der hochwohlgeborene Robert Stephan bläst und orgelt ein Fachwerk des Irrsinns und entfacht mit Inbrunst ein Feuer im Dachstuhl. Und auf dem Schornstein steht der Egersdörfer und singt und spricht sich um den Restverstand. Und wo die Kraft des Wortes endet, fängt er an zu tanzen wie ein beschwipstes Eichhörnchen. Die Zuhörerinnen sitzen mit offenem Mund und staunen darüber, wie schön diese vier Männer den Gram der Welt zerschmettern in ihrem heiligen Zorn und blumenduftender Hingabe. Das ist gewisslich wahr.
PS: Vergessen Sie den alten, nach inniger Sympathie heischenden Werbespruch der Deutschen Post: „Ruf doch mal an!“
Die Veranstaltung ist Teil unserer neuen, unregelmäßigen Reihe „samt & sonders“. Diese Reihe steht für Programme, die mit Geist und Witz überraschen und berühren wollen. Sowohl geschätzte Künstler:innen, die unsere Bühne seit Jahren prägen und das Publikum jedes Mal in bewährter Weise begeistern, als auch neue Stimmen und Gesichter, die frischen Wind mitbringen und ungewöhnliche Perspektiven eröffnen. Das Spektrum reicht dabei von schräg bis poetisch – immer humorvoll und auf jeden Fall ein Kennenlernen wert!
Eine Reihe für ein Publikum, das neugierig geblieben ist und – jenseits des Mainstreams – Vergnügen an großer Kunst auf kleiner Bühne hat.


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